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Austausch statt Traktanden: Treffen der Gemeindepräsidien in Winznau
Geselligkeit und gegenseitiges Kennenlernen statt strammer Traktandenliste: Das stand beim jährlichen Treffen der Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten der Region Olten-Gösgen im Zentrum. Nachdem im Vorjahr Olten als Gastgeber fungierte, lud dieses Jahr die Gemeinde Winznau ein. «Vor einem Vierteljahrhundert machte man an solchen Treffen noch eine Sitzung mit Traktanden – heute geht es vor allem darum, sich auszutauschen», betonte der Winznauer Gemeindepräsident Marco Mori zum Auftakt.
Einblicke hinter die Kulissen
Ganz ohne Sachthemen kam der Anlass dennoch nicht aus. In drei Kurzvorträgen erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in wichtige lokale Themen:
- Jagdverein Wartenfels: Harry Reist brachte den Gästen die tägliche Arbeit der Jäger näher. «Durch den Vortrag verstehe ich das Thema nun viel besser», resümierte Marie-Louise Wilhelm, Gemeindepräsidentin von Walterswil.
- Alpiq Hydro Aare AG: Geschäftsführer Thomas Fürst führte durch das Stauwehr. Auch für Trimbachs Gemeindepräsidenten Daniel Mackuth ein Highlight, da die aktuellen Bauarbeiten auch seine Gemeinde betreffen: «Wir hören diese Baustelle gut, aber es lohnt sich für eine nachhaltige Stromversorgung.»
- Wald im Klimawandel: Kreisförster Noha Manohar thematisierte die Folgen der Erderwärmung für den Forstbetrieb.
Eindrucksvolle Kulisse am Rande: Ein Hagelsturm Ende August hatte den Unterstand beim Jägerplatz zerstört, weshalb der Vortrag zum Wald spontan auf dem Weg daneben stattfinden musste.
Überraschungsgast und Ausklang im Balmis
Im Anschluss verlegte die Gesellschaft den Apéro und das Abendessen ins nahegelegene Balmis. Neben der ungezwungenen Atmosphäre wartete dort ein besonderer Höhepunkt: Der aus Winznau stammende Starfotograf Marco Grob war als Überraschungsgast geladen und erzählte während des Essens aus seinem Leben zwischen der Schweiz und den USA.
Ungezwungener Rahmen für die Politik
Das Treffen bot den idealen Rahmen, um abseits von Traktanden und Debatten miteinander ins Gespräch zu kommen. «Es ist schön, einmal in einer so lockeren Atmosphäre zu sprechen», stellte der Niedergösger Gemeindepräsident Michael Flaig fest. Und Dänikens Gemeindepräsident Matthias Sutter ergänzte schmunzelnd mit Blick auf anstehende Sachthemen: «Der lockere Austausch hilft, wenn später wieder schwierige Diskussionen anstehen. Aber die Politik kommt dann am Montag wieder dran.»
Bericht aus dem Oltner Tagblatt von 21.09.2026, Lisa Kwasny
Zusammengefasst von Markus Gisiger mithilfe KI-Tool